Ausblick 2018: Die Crowdsourcing-Trends 2018

Beginnen wir den Ausblick für 2018 untypisch mit einem Rückblick: Im Jahresausblick für 2017 waren Chatbots und Machine Learning zwei der markanten Themen – daran hat sich auch im neuen Jahr nichts geändert. Beide Bereiche boomen so stark wie nie – und genau deshalb haben sie es auch in die Trends für 2018 geschafft. Doch... Read more »

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Beginnen wir den Ausblick für 2018 untypisch mit einem Rückblick: Im Jahresausblick für 2017 waren Chatbots und Machine Learning zwei der markanten Themen – daran hat sich auch im neuen Jahr nichts geändert. Beide Bereiche boomen so stark wie nie – und genau deshalb haben sie es auch in die Trends für 2018 geschafft.
Doch auch Neues wird uns beschäftigen: Zum einen ist die Kombination unterschiedlicher Crowdsourcing-Plattformen – je nach Thema – einer der Trends. Zum anderen die effektivere Nutzung von bereits vorhandenem Big Data.

 

Inhalt

  1. Bildannotation
  2. Kombination der Plattformen mit ihren Möglichkeiten
  3. Machine Learning & Chatbots
  4. Nutzung des vorhandenen Datenschatzes – Big Data effektiv nutzen
  5. Fazit

 

1. Bildannotation

Die Anforderungen an Bildannotationen, also an das Verschlagworten von Bildbereichen, sind in den letzten Monaten und Jahren immer umfangreicher und anspruchsvoller geworden. Bildannotation ist eines der Themen, die ohne Crowdsourcing unnötig lange brauchen. Egal ob im Automobilbereich, in der Biologie, im e-Commerce oder in der Medizin – die Anwendungsbeispiele für Bildannotationen sind vielfältig. Die Grundproblematik gleicht sich dabei: Oft fallen immense Mengen an Bildern an, die alle individuell annotiert werden müssen. Zwar sind Algorithmen mittlerweile in der Lage gute Vorarbeit zu leisten, alle Bilder fehlerfrei und zu 100 % zu bearbeiten, ist aber nicht möglich. Fehler im Bereich autonomes Fahren oder in der Medizin können schnell schwerwiegende Folgen haben. Die menschliche Intelligenz ist hier nicht ersetzbar – und sollte es auch nicht sein.

Oft sind es unsere Kunden, die uns mit neuen Anwendungsszenarien an uns herantreten. Das macht es für uns doppelt spannend: Wie und mit welchen Mitteln können wir unsere Crowd für einen neuen Bildannotationsjob motivieren? Wie lässt er sich für alle Seiten gewinnbringend umsetzen? Die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten lassen Bildannotationen 2018 zu einem der großen Themen für fast jede Branche werden.

 

2. Kombination der Plattformen mit ihren spezifischen Möglichkeiten

Crowdsourcing hat sich in den letzten Jahren einen sehr guten Ruf als schnelle und effiziente Methode zur Problemlösung erarbeitet. In Folgen entstehen immer mehr Plattformen mit teils sehr spezifischen Schwerpunkten. So ist es theoretisch möglich, ein gesamtes Unternehmen mittels Crowdsourcing aufzubauen und zu unterhalten. So können Ideenfindung und Konkretisierung auf Plattform A erledigt werden, die inhaltliche Ausarbeitung geschieht auf Plattform B, die Recherche von Kontakten, Daten und das Verfassen von Texten erledigen wir, Webseite und Corporate Identity werden von Plattform D geliefert. Gerade für neue Produkte oder Dienstleistungen sowie für Start-ups ist Crowdsourcing ein effizienter Weg schnell zu tollen Ergebnissen zu kommen. Mehr und mehr Prozesse, die zuvor intern koordiniert und umgesetzt werden mussten, können ausgelagert werden – neue Ideen und Methoden, auf die man selber eventuell gar nicht gekommen wäre, werden so direkt in Unternehmen getragen. Crowdsourcing selber ist freilich nicht neu und per se kein Trend für 2018 – die immer differenzierten Plattformen mit ihren Möglichkeiten lassen Crowdsourcing für immer mehr Unternehmen allerdings zu einer ernsthaften Alternative werden.

 

3. Chatbots & Machine Learning

Letztes Jahr war bereits absehbar: Die Chatbots kommen. Machine Learning war dementsprechend eine der Dienstleistungen des vergangenen Jahres bei uns. Wir haben Algorithmen für unterschiedlichste Zwecke angelernt, überwacht, erweitert und perfektioniert. Dieser Trend wird weiter anhalten, über das Jahr 2018 hinaus: 37 % der europäischen Webshopbetreiber planen einen Chatbot zu installieren, bzw. nutzen bereits einen. Der Chatbot löst zunehmend die FAQ von Webseiten ab. Er ist intuitiver zu bedienen und führt schneller zu einem positiven Nutzererlebnis, als FAQ das könnten.
Das A und O eines solchen Bots ist eine gut strukturierte und möglichst große Datengrundlage. Diese darf nicht nur einmalig angelegt und dann in Vergessenheit geraten, sondern muss kontinuierlich aktualisiert und überprüft werden. Hier bietet sich Crowdsourcing mit einer Vielzahl an verschiedenen Optionen an. Machine Learning und Chatbots sind ein großes Thema – sicherlich auch 2019.

 

4. Nutzung des vorhandenen Datenschatzes – Big Data effektiver nutzen

90 % der weltweit vorhandenen Daten wurden in den letzten zwei Jahren gesammelt – lediglich 1 % davon wird Schätzungen zufolge überhaupt genutzt. Die zunehmende Vernetzung der Geräte wird ab 2020 dafür sorgen, dass sich das weltweite Datenvolumen alle drei Jahre verdoppeln wird. Die Nutzung von Big Data wird daher immer wichtiger, da der Wert dieser Daten unbekannt ist. Sie sind oft unstrukturiert bzw. nicht aufgearbeitet. Ein solcher Datenschatz ist in den meisten Unternehmen vorhanden, nur die Bergung gestaltet sich schwierig. Die Kunst bei Daten liegt darin, ihnen einen Wert zu geben – das schafft Crowdsourcing mit wenig Aufwand und hohem Ertrag. 65 % der europäischen E-Commerce-Betreiber planen in den nächsten drei Jahren die Nutzung von Big Data, bzw. nutzen Big Data bereits.

 

5. Fazit

Crowdsourcing wird auch 2018 weitere Anwender überzeugen, dessen sind wir uns sicher. Die Flexibilität und Anpassbarkeit von Crowdsourcing ist für viele Branchen und Anwendungsfälle ideal. Besonders im Bereich Machine Learning und Bildannotation ist von einem deutlichen Wachstum auszugehen. Big Data mittels Crowd effektiver zu nutzen, ist ein kostengünstiger und schneller Weg, die internen Datenschätze zu heben.

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