Crowdsourcing unterstützt die Ukraine beim Wiederaufbau

  Seit November 2013 wird der Krieg in der Ostukraine nun schon mit Waffengewalt ausgetragen. Tausende Wohnhäuser, die Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser wurden stark beschädigt oder ganz zerstört. Nun setzen die Vereinten Nationen, die EU und die Weltbank auf Crowdsourcing, um den Wiederaufbau zu koordinieren. Inhalt Smartphone-App & Crowdsourcing-Webseite Crowdsourcing hilft... Read more »

 

Seit November 2013 wird der Krieg in der Ostukraine nun schon mit Waffengewalt ausgetragen. Tausende Wohnhäuser, die Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser wurden stark beschädigt oder ganz zerstört. Nun setzen die Vereinten Nationen, die EU und die Weltbank auf Crowdsourcing, um den Wiederaufbau zu koordinieren.

Inhalt

Smartphone-App & Crowdsourcing-Webseite
Crowdsourcing hilft nicht zum ersten Mal

Smartphone-App & Crowdsourcing-Webseite

Mittels einer Smartphone-App für Android und iOs und einer Webseite können Zivilisten, Soldaten und Regierungsmitarbeiter Schäden und komplett zerstörte Gebäude melden. Das geschah seit dem Start des Programms vor vier Wochen bereits 1.500 Mal. Die Benutzer können die genaue Lage des
Gebäudes angeben, den Grad der Zerstörung und ob bereits mit dem Wiederaufbau begonnen wurde und wie weit dieser fortgeschritten ist. Fotos können ebenfalls hochgeladen werden. Die ukrainische Regierung und die internationale Gemeinschaft können sich so ein Bild über die Situation machen und ihre Hilfen besser koordinieren. Die Betreuung vor Ort übernimmt die ukrainische Nichtregierungsorganisation SocialBoost.
Deren Mitarbeiter_Innen treten in Kontakt mit denen, die Zerstörungen melden. Sie verifizieren die Angaben und kontrollieren unter anderem mittels Google Maps, dass die angegebenen Gebäude tatsächlich existieren.
Für die Vereinten Nationen ist nicht nur wichtig, sich einen Überblick der Lage zu verschaffen, sondern auch eine Plattform zu bieten, auf der sich Vertriebene informieren können, wie es um ihre Heimatdörfer bestellt ist. In vielen Gebieten der Ostukraine ist es nach wie vor gefährlich – besonders für die Mitarbeiter ausländischer Dienste und NGOs. Die Crowdsourcing-Lösung erlaubt ihnen, die Lage auch aus der Entfernung einschätzen zu können.

Crowdsourcing hilft nicht zum ersten Mal

Auch in Mazedonien, Georgien und anderen Krisengebieten haben die Vereinten Nationen bereits erfolgreiche Crowdsourcing-Plattformen aufgebaut, die beispielsweise vor Naturgewalten warnen.
Für die Vereinten Nationen liegt in dieser Technologie die Zukunft, bietet sie doch viele Vorteile: Sie ist einfach zu installieren und zu verbreiten. Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Smartphones werden überall auf der Welt immer beliebter, besonders in ärmeren Ländern ersetzen sie PCs und Notebooks gänzlich. Wissen und Informationen können so mit wenig Aufwand und Kosten geteilt werden. Vom Ergebnis profitieren alle.

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