Effektive SEO und guter Inhalt unter einem Hut

Zum Anfang des Jahrhunderts, als Internet und SEO noch in den Kinderschuhen steckten, hatten die Besitzer von Internetseiten leichtes Spiel. Um Klicks für ihre Webseite zu generieren, mussten sie nichts weiter tun, als die Seite so oft wie möglich mit einem bestimmten Schlüsselwort vollzustopfen. Falls auf der Webseite beispielsweise lila Kolibris verkauft wurden, mussten die... Read more »

Zum Anfang des Jahrhunderts, als Internet und SEO noch in den Kinderschuhen steckten, hatten die Besitzer von Internetseiten leichtes Spiel. Um Klicks für ihre Webseite zu generieren, mussten sie nichts weiter tun, als die Seite so oft wie möglich mit einem bestimmten Schlüsselwort vollzustopfen.

Falls auf der Webseite beispielsweise lila Kolibris verkauft wurden, mussten die Begriffe „lila Kolibri“, „lila Kolibris“, „Zubehör für lila Kolibris“ und noch zahlreiche weitere, teilweise aberwitzige Varianten (lila Lady Gaga?) vorkommen. Anders ausgedrückt musste stumpf das korrekte Schlüsselwort verwendet werden. Die Adressaten der Texte waren Maschinen, wobei menschliche Leser allenfalls nicht zu sehr von ihnen genervt werden durften.

Doch Google ist seitdem klüger geworden. Heutzutage müssen Texter und Webseitenbesitzer vielschichtiger vorgehen, um sowohl bei Besuchern als auch bei Suchmaschinen Aufmerksamkeit zu erregen. Welche wichtigen SEO-Grundprinzipien sollten Sie hierbei beachten?

Die Grundlagen

Zuerst ist es notwendig, zu verstehen, was das Ziel von Google ist. Obwohl der Internetriese manchmal wie ein böswilliger Gott erscheinen mag, möchte er in Wirklichkeit seinen Benutzern nicht das Leben schwer machen.

Stattdessen sollen den Suchenden so effizient wie möglich die bestmöglichen Informationen zu ihrer Suchanfrage zur Verfügung gestellt werden. Das bedeutet, je besser ein Text den Lesenden die von ihnen gesuchten Informationen zur Verfügung stellt, desto eher stuft ihn Google als nützlich ein (und wird das auch nach zukünftigen Updates tun).

Eine Suche nach den Keywords, die am häufigsten gesucht werden, sollte deshalb an erster Stelle stehen. Mit Google adwords, SEMrush oder ähnlichen Hilfsmitteln können Sie schnell herausfinden, welche Schlüsselwörter besonders nachgefragt werden.

SEO isn't rocket science, but needs attention to detail. Photo by Avi Richards on Unsplash

SEO ist keine Wissenschaft, wer auf die richtigen Details achtet, wird belohnt.
Photo by Avi Richards on Unsplash

 

Sobald Sie die Entscheidung für einige häufig nachgefragte und relevante Keywords getroffen haben, müssen Sie diese in den Text einpflegen. Sowohl im Titel als auch in einer der ersten beiden Überschriften und in den ersten 300 Wörtern des Textes sollten sie sich in ausreichender Menge wiederfinden, natürlich ohne störend im Textfluss aufzufallen.

Des Weiteren sollte der Text eine ausreichende Länge besitzen (sorry, Jungs!). Ja, 100 Wörter zu einem Thema mögen Interesse wecken, aber sind höchstens ein guter Anfang. Längere Artikel von 600 Wörtern oder mehr werden von Suchmaschinen bevorzugt. Manche Forschungsberichte weisen sogar darauf hin, dass komplexere Artikel mit circa 2000 Wörtern optimal sind.

SEO mit dem gewissen Etwas

Neben einer ausreichenden Anzahl der relevanten Keywords achten Google und seine Benutzer auf andere Details. So ist etwa eine Formulierung, die den Benutzern hilft, die gesuchten Informationen zu erwerben, auch bei Google gerne gesehen und verbessert das Ranking der Webseite. Und obwohl die Meta-Description keinen direkten Einfluss auf die Bewertung hat, wird sie von Suchenden gelesen und kann bei richtigem Inhalt auf die Webseite locken.

Mit einem CMS wie WordPress können Plugins installiert werden, mit denen Sie die Länge und den Inhalt der Meta-Description definieren können. Je besser dies gemacht wird, desto höher die Clickrate. Und wenn die Bouncerate (die Zeit, nach der Besucher die Webseite wieder verlassen) nicht zu schlecht ist, verbessert das mit der Zeit automatisch das Ranking.

Mit Bildern SEO-Punkte sammeln

Haben Sie ein tolles Bild für die eigene Webseite gefunden, ist das nur die halbe Miete. Damit dieses Bild auch gesehen wird, müssen Besucher es bei der Bildersuche finden können. Auch hier lässt sich das Ranking des Bildes positiv beeinflussen, wenn einige Faktoren beachtet werden.

An erster Stelle steht hier der Name der Bilddatei. Google muss wissen, was auf dem Bild abgebildet ist, damit es bei der entsprechenden Suche dieses Bild präsentieren kann. Zeigt das Bild also einen grünen Apfel, dann sollte der Name der Datei nicht DSG2344.jpg sein. Besser wäre da gruenerapfel.jpg oder grannysmithapfel.jpg.

Sobald der Name passt, müssen Sie an die Benutzerfreundlichkeit des Bildes denken. Das bedeutet, dass das Bild richtig skaliert sein muss. Ein zu großes Bild mit einer Abmessung von 5000 x 3000 Pixeln benötigt zu viel Zeit und Bandbreite, bis es angezeigt wird. Gleichzeitig wird es beispielsweise auf Smartphones nur mit 250 x 150 Pixeln abgebildet. Das ganze Bild muss trotzdem geladen werden, weshalb hier das Schlechteste beider Welten vereint ist: ein klein wirkendes Bild, das so lange lädt wie ein großes Bild.

Stichwort Mobiltelefone: Fast die Hälfte des Internetverkehrs wird inzwischen mit mobilen Geräten abgerufen. Benötigt eine Webseite durch das Laden von zu vielen und zu großen Bildern Ewigkeiten, bis sie sich aufgebaut hat, drücken Benutzer bald die Zurück-Taste und suchen nach anderen Webseiten. Eine abgrundtief schlechte Bouncerate ist das Resultat.

Bilder sollten sich deshalb an das abrufende Gerät anpassen. WordPress bietet seit Version 4.4 dieses Feature standardmäßig an. Auch Plugins wie RICG Responsive Images for WordPress können Unterstützung leisten.

Ebenso ist die korrekte Platzierung der Bilder von Bedeutung. Wie schon erwähnt, will Google seinen Benutzern helfen, die von ihnen gewünschten Informationen effizient zu finden. Ein erläuterndes Bild neben einem informativen Text ist hier hilfreich und wird auch entsprechend bewertet.

Eine weitere wichtige Rolle spielt die Bildunterschrift. Besucher überfliegen den Text zuerst, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Hierbei werden die Bildunterschriften laut KissMetric im Schnitt drei Mal so oft gelesen wie der Text selbst. Falls Sie Bildunterschriften nicht oder falsch nutzen, verschenken Sie eine wertvolle Gelegenheit, potenzielle Leser anzusprechen und auf der Webseite zu halten.

Zuletzt sollte auch der ALT-Text Beachtung finden. Dies ist der Text, der anstelle des Bildes ausgegeben wird, wenn dieses nicht gesehen werden kann. Wird die Webseite etwa von Benutzern mit Sehbehinderung oder bei technischen Schwierigkeiten aufgerufen, kann der Inhalt trotzdem nutzbringend gelesen werden.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Details der in diesem Text umrissenen Punkte sich in Zukunft ändern mögen, das Grundprinzip aber Bestand haben wird: Versuchen Sie, Ihren Benutzern den bestmöglichen Inhalt zur Verfügung zu stellen. Und vor allem: Machen Sie es einfach, diesen zu finden.

Schlagwörter: , , ,