Können Künstliche Intelligenzen gute SEO-Texte schreiben?

Es ist seit vielen Jahren Wunschtraum von Webseitenbetreibern und Schrecken aller Texter: dass sich die Inhalte einer Website maschinell erstellen lassen und nicht mehr länger von Menschen verfasst werden müssen – und dass diese Texte gleichzeitig von Suchmaschinen wie Google mit den bestmöglichen Rankings bedacht werden.

Können Maschinen bereits SEO-Texte erschaffen? Und wie nah sind wir bereits der Zukunftsvision von KI-generiertem Content, der von Inhalten aus Menschenhand nicht mehr zu unterscheiden ist? Wurde vielleicht sogar dieser Text mit der Unterstützung Künstlicher Intelligenz geschrieben?

Sind KI-Tools zur automatisierten Text-Erstellung die Zukunft?

Wenn wir den Versprechen von professionellen Tools zur maschinenbasierten Text-Erstellung glauben dürfen, sind SEO-optimierte Texte von Künstlichen Intelligenzen bereits möglich. Besonders im englischsprachigen, aber auch im deutschsprachigen Markt finden sich Lösungen, die damit werben, mit wenigen Klicks einzigartigen Content zu erstellen. Das spare Zeit und Geld – und eine Menge Denkarbeit.

Die meisten dieser Tools basieren auf dem autoregressiven Sprachmodell GPT-3 (Generative Pre-trained Transformer 3), das durch Trainingsdaten in der Größenordnung von etwa 500 Milliarden Tokens und anschließendes maschinelles Lernen in der Lage ist, menschenähnliche Texte zu produzieren. Sie müssen lediglich ein Thema oder einen Absatz Text vorgeben und gegebenenfalls Angaben zum Output machen (zum Beispiel die gewünschte Textlänge oder Keywords) – den Rest erledigt die KI für Sie.

Sieht so die Zukunft des Internets aus? Die Entwicklungen der letzten Jahre deuten darauf hin, dass immer größere Bereiche unserer Nutzererfahrung online automatisiert werden. Dass sich Homepages dynamisch nach unseren Bedürfnissen und Intentionen ausrichten, um uns zu den gewünschten Aktionen zu überreden, klingt längst nicht mehr nach wilder Fantasie, sondern beginnt bereits, Realität zu werden.

Suchmaschinen setzen auf menschengemachten Content

Da kann es frustrierend sein zu erfahren, dass SEO-Guru John Mueller von Google erst kürzlich Wasser in den Wein der hohen Erwartungen gekippt hat. Auf die Frage, ob Tools zur KI-gestützten Content-Erstellung relevante Inhalte für Suchmaschinen produzieren könnten, antwortete er:

Content generators / spinners have been around since the start of the web. People have used all kinds of tools & tricks to do that (see image). As far as I can tell, most sites have trouble creating higher-quality content, they don’t need help creating low-quality content.

[Post auf Twitter]

Das lässt sich kurz und prägnant so übersetzen: Automatisiert generierter Content ist aus Sicht einer Suchmaschine qualitativ nicht hochwertig. Dazu sei aber auch erwähnt, dass Suchmaschinen seit jeher dezidiert darauf getrimmt werden, maschinengemachten Content zu erkennen und aus den Suchergebnislisten zu filtern. Kein Wunder, wurde die Automatisierung in der Vergangenheit doch gern für massenhaften Spam oder unerlaubtes Zusammenkopieren fremder Seiteninhalte missbraucht. Google und Co. haben schlicht viele schlechte Erfahrungen mit automatisch generierten Inhalten gemacht und es ist nicht zu erwarten, dass sie ihre Position allzu bald ändern werden. Das hängt auch mit den Beschränkungen zusammen, denen Künstliche Intelligenzen noch immer unterliegen.

Warum überzeugt KI-generierter Content noch nicht?

Was fehlt heutigen Künstlichen Intelligenzen denn noch, um qualitativ hochwertige Texte zu schreiben, die sowohl Nutzer wie auch Suchmaschinen überzeugen?

  1. Emotionen wecken: Eine Künstliche Intelligenz schafft es mittlerweile, Absätze und kurze Texte zu schreiben, in denen jeder Satz einigermaßen logisch aufeinander aufbaut. Es ist ihr aber momentan noch nicht möglich, Emotionen zu wecken, Erwartungen zu schüren, Pointen zu setzen, witzig zu sein – das heißt viel von dem Handwerkszeug, das es benötigt, damit lange Texte für uns Menschen lesenswert sind – und damit auch relevant. Ein KI-geschriebener Text kann Sie vielleicht informieren, aber wird es kaum schaffen, Sie zu einem Kauf zu überreden.
  2. Fakten checken: Auf ein tieferes Verständnis für die Materie und für Zusammenhänge dürfen Sie bei Sprachmodellen wie GPT-3 nicht hoffen, denn das ist nicht ihr Einsatzzweck. Die KI wertet Vorlagen aus und fasst die dort enthaltenen Informationen neu zusammen. Das sagt aber noch nichts darüber aus, ob die Fakten aus den Quellen überhaupt stimmen. Und selbst wenn die Quellen vertrauenswürdig sind, können Sie sich nicht blind auf Tools zur automatisierten Content-Erstellung verlassen – es ist nicht unwahrscheinlich, dass Informationen von der KI in einem falschen Kontext dargestellt oder missverständlich ausgedrückt werden.
  3. Neue Ideen bringen: Eine KI kann sicherlich Informationen, die an anderer Stelle stehen, mit anderen Worten umschreiben. Allerdings wird sie Ihnen nicht die Innovationsarbeit abnehmen. Zu Gedankengängen und Themen, zu denen es keine oder kaum Vergleichstexte gibt, kann sie Ihnen keine verwertbaren Ergebnisse liefern. Und bei Ihrer Unternehmensbeschreibung sind Sie sicher nicht nur mit einem Best-of von Beschreibungen ähnlicher Unternehmen zufrieden, oder?
  4. Andere Medienformen einbinden: Gute SEO-Texte sind schon lange nicht mehr alles. Nicht erst seit Googles MUM-Update werten Suchmaschinen auch andere Medienformen wie Bilder, Videos und Tonspuren und die Einbindung von Fremdinhalten aus. Der Einfluss von reinen Textseiten schwindet zusehends.

Wie lässt sich also eine KI schon heute gewinnbringend einsetzen?

Diese Einschränkungen bedeuten selbstverständlich nicht, dass Künstliche Intelligenz bei der Texterstellung nicht auch heute schon gewinnbringend eingesetzt werden kann. Ganz im Gegenteil hat die Beschäftigung mit oben erwähnten Tools einen entscheidenden Vorteil: Sie kann Textern einen Teil ihrer Arbeit abnehmen und somit die Produktivität steigern.

  • Die Angst vor dem leeren Blatt überwinden: Welcher Zeitpunkt ist selbst für geübte Texter der schwierigste? Für viele ist es der Übergang von der Recherche zum ersten Satz. Wie sollte der Einstieg formuliert sein, damit er möglichst interessant klingt und optimal auf die kommenden Inhalte vorbereitet? KI-getriebene Textvorschläge können helfen, ein Grundgerüst für einen Artikel zu erstellen oder einen geeigneten Einstieg in das Thema zu finden.
  • Alternative Formulierungen nutzen: Sie wollen einen Inhalt mit eigenen Worten beschreiben, der schon auf vielen Seiten zu finden ist? Hier können die KI-getriebenen Tools ihre Stärken ausspielen und einzelne Passagen so paraphrasieren, dass sie gut lesbar sind und garantiert nicht als Duplicate Content gelten.

KI sollte nicht der Ersatz, sondern eine Unterstützung für die menschliche Kreativität sein. Allerdings sollten Sie die Ergebnisse, die eine KI Ihnen vorlegt, immer mit einer gesunden Portion Skepsis betrachten. Wie oben beschrieben, kann sie (noch) nicht die intensive eigene Beschäftigung mit dem Thema ersetzen. Wenn es darum geht, Sie und Ihr Unternehmen überzeugend zu präsentieren, wird auch in den nächsten Jahren kein Weg an menschlicher Unterstützung vorbeiführen.

Und um die letzte der eingangs erwähnten Fragen noch zu beantworten: Beinahe kein Artikel heutzutage ist zu 100 % ohne KI-Unterstützung verfasst. Beispielsweise nutzen menschliche Texter Suchmaschinen für ihre Recherchen – und die Anzeige der Suchergebnisse wird von einem KI-gesteuerten Algorithmus bewerkstelligt. Auch wenn die KIs die Texte noch nicht selbst schreiben, sind sie im Hintergrund bereits nützliche Werkzeuge.

Sie sind auf der Suche nach Texten von „echten“ Menschen? Auf dieser Übersicht finden Sie weitere Informationen zur Texterstellung durch Crowd Guru.

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